Reflektieren #1

An einem anderen Ort habe ich kürzlich einen interessanten Beitrag zum Thema umgang mit schwierigen Klassen bzw. besser gesagt Situationen gelesen. Hier beschreibt Sarah Brown Wessling recht imposant, wie man mit Burn Out umgehen kann bzw. was man tun kann, wenn es nicht so läuft, wie es eigentlich sollte, obwohl man denkt, dass es eigentlich so laufen müsste, wie es sollte. Ich mag die Vorschläge und ich mag die Fragen, die sie stellt. Es sind wirklich schwierige Fragen. Aber ich finde es spannend, darüber nachzudenken und das Thema Reflexion – professionelle Reflexion – ein wenig genauer zu untersuchen.

What’s your part in why students aren’t turning in their assignments? Why do they want to have their cell phones out? What are parents really afraid of, which is prompting them to request their children not be in your class? If you put yourself in your students’ shoes, would your classroom feel more like a sandbox or an assembly line? When was the last time you laughed with your students or celebrated their learning? Is there anything going on for you outside of school that is causing you to not be fully present with your kids while you’re there?

Der Post beschreibt aber auch recht treffend, wie mir meine Arbeit zur Zeit manchmal vorkommt: es mag an der Jahreszeit liegen aber auch an der Tatsache, dass ich schon länger unterrichte, aber immer öfter ich das Gefühl in einer inkongruenten Situation zu stecken bzw. ein inkongruentes Bild von meiner Arbeit zu haben. Einerseits bin ich mit Elan dahinter, andererseits bin ich mir nicht sicher, ob die Lernenden, bzw. die SchülerInnen wirklich im Vordergrund stehen. Um es kurz zu machen, ich würde, das gerne reflektieren. Ich bin mi nicht sicher, ob mir das gelingt, aber die Fragen scheinen mir ein guter Ausgangspunkt zu sein.

Ich stelle mir das so vor, dass ich einerseits abstrakt reflektiere und andererseits konkret über meine Donnerstagsklase. Eine Gruppe bei der ich zwar das Gefühl habe, dass die Chemie mehr oder weniger stimmt, das Lernen aber überhaupt nicht funktioniert.

Konkret:

When was the last time you laughed with your students or celebrated their learning?

Das war die Frage, die den Impuls dazu gegeben hat, dass ich mir gesagt habe, stimmt eigentlich genau diese Frage ist super. Denn oft fühlt sich, dass was ich in der DG (Donnerstagsgruppe) mache verkrampft an und aus einer Not heraus, Disziplin zu schaffen bzw. aus einer Zeitnot heraus. Ich frage mich, ob wir wirklich schon einmal aus ganzem Herzen gemeinsam gelacht haben. Dabei ist die Gruppe recht lustig und bedingt durch die Tatsache, dass wir aus vielen Nationen stammen auch sehr interessant. Die Situation ist aber verfahren, so dass vieles aus einem Krampf heraus passiert. Wenn ich wirklich den oben genannten Fragen nachgehen will, ist wahrcheinlich der nächste Schritt mit den SchülerInnen zu reden. Wieder zu reden.

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